Apr 26, 2013 - Backblech    No Comments

Metall! Metall!

amboss

In der Musikwelt dudelt eine Menge Schrott vor sich hin, unabhängig von Genre und Gesinnung. Hm. Bei genauerer Betrachtung mag der Einstieg einen falschen Blick auf die Kernaussage werfen, denn man könnte annehmen, dass ich andeuten will, dass unser heutiges Primärthema besonders produktiv in der Verschrottung von Qualität, beziehungsweise Musik ist. Dem ist aber nicht so. Es ist nur lauter. Es geht um die härtere musikalische Gangart namens “Metal”. Oder oft auch als “Heavy Metal”, was mich erneut verwirrt, denn egal wie ich auch suche, es gibt keinen “Light Metal”. Alu Rock. Allerdings scheinen Metallarbeiter besonders konstruktiv zu sein, wenn es um die Bezeichnung der von ihnen instrumentalisierten Werkzeuge geht. Folgende Auflistung stellt einen kleinen Überblick über von mir gefundene Spielarten des Metal-Genres dar:

Death, Metalcore, Stoner, Grindcore, Fusion, Progressive, Nu, Viking, Thrash, Black, MDM, Doom, Hardcore, Crustcore, Symphonic, Neo Progressive, Power, Symphonic, Funeral Doom, Sludge, Drone, Folk, Post Hardcore, Brutal Death, NWOBHM, Groove, Psychedelic, Medieval Neo Folk, Brutal Death, Neo Classic, Ambient, Deathcore, Goregrind, Depressive, Shoegaze, Trancecore, Epic, Psychedelic Space, Blackened Death, Pagan, Gothic, Indie, Eclectic, Epic, Industrial, Crossover, Modern Melodic, Screamo, Dark Martial, Rapcore, Growl, Flamenco, Parody, Crust Punk, Glam, Jazz Metal, Depressive, Mathcore, Speed, Drone Doom, Occult, Post, Power, Avant Garde, Celtic Punk, Crust, Djent…

Oder in Kombinationen: Symphonic Industrial Black Metal, Progressive Neoclassical Power Metal, Progressive Trance Core, Technical Brutal Death Metal, etc. Aber kein Leichtmetall. Ich bezweifle auch, dass die Kopfschüttler tatsächlich eine detaillierte Beschreibung aller genannten Richtungen abgeben können. Ich tippe da eher auf “Random Dictionary Word Choice Metal”.

Aktuell im Ohr: IRGENDWAS LAUTES!!!

Apr 14, 2013 - Geschmackssache    No Comments

Milchmädchen, heute wird abgerechnet!

Angekündigt habe ich es, ausgeführt wird es heute zum ersten Mal: Die Milchersatz- oder Milchvariantenlivetests. Um mich nicht mit komplizierten Setups rumschlagen zu müssen, teste ich die Weissgetränke nicht alle zugleich, sondern mit genügend Abstand, um auch wieder allfällig feste Nahrung zu mir zu nehmen. Wie vergleiche ich aber? Ich kann nicht sagen, schmeckt wie Milch, wenn es wie Milch schmeckt, weil es ja eben Menschen gibt, die keine Milch trinken können, denen hilft das also Null. Wie schmeckt also Milch? Fragt man wen, wie Wasser schmeckt, kommt hauptsächlich die Antwort “Nach Nichts”. Aber: Wie schmeckt Nichts? Ist “Nichts” eine Geschmacksqualität, wie umami, das neben süss, sauer, bitter und salzig noch nicht so wirklich in unserem Sprachgebrauch niederschlug. Hm. Vermutlich schmeckt das Zeug sowieso nicht nach Milch, was grübel ich also…

Test 1: Oh, tatsächlich Milch! Rohmilch, naturbelassen und von art- und wesensgerecht gehaltenen Kühen. Es riecht wie beim Besuch in einer Käserei in einer Kombination mit dem Geruch von vor einer Alphütte bei Sonne mit frischen Blumen mampfenden Kühen in der Umgebung. Der Geschmack distanziert sich dezent und konsequent von Industriemilch. Obwohl sich gemäss Flaschenetikette sogar Rahm oder Butter gewinnen liesse, schmeckt es so gar nicht fettig. Hat was Leichtes. Im Abgang lässt das Ganze allerdings etwas nach. Hier würde ich zu einem Stück frischem Brot und einem Stück Appenzeller Käse raten. Einerseits weil es passt und andererseits kann diese Milch von Laktosegeschädigten ebenso wenig getrunken, wie super Käse gegessen werden. Also kann man ruhigen Gewissens sagen: Ätschibätsch!

Karma wird sich beim nächsten Test dafür erkenntlich zeigen. Jippieh.

Aktuell im Ohr: Muhkuh – Kuhmuh

Nachtrag: Karma kommt im Gegensatz zu Weihnachten schon etwas früher. Meine Innereien waren von so viel Natur etwas überrascht und diskutieren aus, welches Teil die kurioseren Geräusche machen kann.

Apr 9, 2013 - Geschmackssache    No Comments

Laktoseinkontinenz

An sich sollte ich es inzwischen wissen: Gelegentlich die Klappe zu halten kann durchaus sinnvoll sein. Nachdem ich kürzlich auf Facebook interessehalber gefragt habe, wie sich denn Sojamilch anschmecke, erhielt ich neben einigen subjektiven Eindrücken vor allem den Hinweis: Probier’ es doch aus. Da mein derzeitiges Haushaltsbudget keinen Spielraum für Experimente besitzt, nahm ich allerdings von der Probiererei Abstand. Wenn ich was zu Futtern kaufe, dann deswegen, weil ich es mag und auch tatsächlich futtern will.

Aber man hat ja “Freunde”. In diesem konkreten Fall Frau Kellerzwerg, die mir das Angebot machte, sie würde das Sponsoring übernehmen, sofern das Resultat niedergeschrieben würde. An genau dieser Stelle hätte ich mir die Erkenntnis zu Beginn des ersten Absatzes dieses Beitrages in Erinnerung rufen sollen. Konjunktiv. Was aber sagt der Keks, der wohl zu oft in Milch getunkt worden war? “Ja, mach ich, du kaufst und ich teste”. Kurz darauf stehe ich mit einer Einkaufstüte vom Bioladen da. Inhalt: vier verschiedene Milche. Milchen. Milchs. Kuheuterspritzersatzgetränke. Tja. Was nun?

Bei Weinverkostungen ist einigermassen klar, wie das abläuft, man nimmt ein Schlückchen, quietscht damit im Mund herum, spuckt in eine Schüssel und neutralisiert mit Brotstückchen. Wie aber soll das bei Weissgetränk vonstatten gehen? Quietschen fällt flach, ist schliesslich fetthaltig. Glaube ich zumindest, da komme ich noch zu. Spucken werde ich je nach Geschmack automatisch, vielleicht sollte ich mich farbthematisch direkt vor die grosse weisse Schüssel setzen. Fehlt der Neutralisator. Brot? Mein Arzt hat mir aber ein zeitweiliges Kohlenhydratverbot erteilt. Ein Schnitzel vielleicht? Nein, kein Tofu, irgendwo hört der Ersatzgedanke auf. Rindersteak, das wäre was. So viel Kuh muss sein. Beim Kauen halte ich auch bestimmt die Klappe.

Aktuell im Ohr: Starbucks-Jazz-Gedudel