Tschüss
Ausgeschrieben. Ich kann nicht mehr. Ich mag nicht mehr. Ich hab es satt.
Lest den alten Kram.
Aktuell im Ohr: Eisbrecher – Komm süsser Tod
Ausgeschrieben. Ich kann nicht mehr. Ich mag nicht mehr. Ich hab es satt.
Lest den alten Kram.
Aktuell im Ohr: Eisbrecher – Komm süsser Tod
Beim Überarbeiten der alten Texte fiel mir etwas auf. Richtig gut werde ich dann, wenn ich den zynischen Arsch raushängen lasse (sinngemäss, mein Arsch ist nicht schwabblig genug, um zu hängen). Das hat allerdings einen direkten Einfluss auf mein Karmapunktekonto und schliesslich will man doch am Ende des Lebens irgendwie gut dastehen, zurückblicken und feststellen, man war nicht nur schlecht. So wie mich das Universum behandelt, muss ich aber feststellen, dass mein Konto sich wohl in Tiefen eines Marianengrabens aufhält, denn was ich auch Gutes tue, nix mit Karmabilanz aufwärts. Ob Karma von der UBS gemanaget wird? Das würde Erklärungen bieten. Also stehe ich vor der Entscheidung, weiterhin gut zu sein oder… ach, fuck it. Wenn schon, denn schon. Sollte ich in die Hölle kommen, dann wenigstens unter dem Anspruch, dass die mich schnellstmöglich wieder loswerden wollen.
Bloss, was ist aus der Welt geworden in der Zeit, in der ich wenig geschrieben habe? Nichts! Man sollte doch meinen, dass die Evolution gelegentlich auch bemerkt, was sie angerichtet hat. Aber nein. Es lassen sich noch immer “Menschen” in Big Brother-Container sperren. Es gibt immer noch zu viel Mensch in zu wenig Klamotten. Es gibt noch immer Castingshows und die werden durch Wiederholung nicht besser. Na gut, inzwischen existieren Casting-Recycling-Shows. Beispiel MTV, wo der Poisonsänger sich (nach dem Bachelor, Flava Flav und wem auch sonst noch) in einer Castingshow die grosse Liebe (MWAHAHAHAHAHA) sucht. Aha. Freakshow. Nach ich glaube nun zwei Staffeln existieren auch genug Rausgeworfene, Abgeschobene, Aussortierte, um alle zusammen in eine Lerne-Dich-zu-Benehmen-Castingshow zu packen. Diese wird moderiert von niemand anderem als Sharon Osbourne (richtig, die Ehefrau von Ozzy). Benimm-Schule. Hallo? Zu Hause mit den durchgeknallten Drogenfreaks (die Kinder, Ozzy lassen wir aussen vor) nicht genug ausgelastet? Vielleicht ist es auch eine Benimmlehrerinnen-Castingshow und die aus etwelchen Pflanzen gezüchteten Mutantenzicken (die können nur aus dem Labor stammen, ich weigere mich zu glauben, dass die echt sind) dienen dazu, die Mutterfähigkeiten auf die äusserste Probe zu stellen. Mal sehen, ob Sharon nächstes Mal noch dabei ist. Muss ich doch fast nochmals reinschauen. Und darauf hoffen, dass inzwischen jemand oder etwas auftaucht, was sich gepflegt beleidigen lässt.
Aktuell im Ohr: Apoptygma Berzerk – Suffer in Silence
Lange dachte ich, es wäre eine gute Idee, die ganzen alten Ein- und Beiträge auszugraben und sie auf Papier rauszugeben, um fett Kohle zu machen. Das würde allerdings voraussetzen, dass sich dazu jemand hinreissen liesse. Oder ich mich hinreissen liesse, die Arbeit zu machen. Da an dieser Stelle das Unrealitätsprinzip auf sich selber trifft, lasse ich das geistig zwar noch nicht sterben, aber so richtig Bock hab ich noch nicht. Ahaber, ich wär ja nicht ich, also eigentlich falsch, weil ich mach grad was Nettes und das wär an sich nicht ich, sondern eben. Genau. Für alle diejenigen also, die den ganzen ollen Schrott vermissen, den ich von 2001 bis 2007 abgelassen habe:
Das “Tage”-Buch historisch und hysterisch – (fast) alle vorherigen Einträge (inklusive Kommentare), ein paar werden noch ausgemustert oder bereinigt, weil Links, Bilder oder Personen nicht mehr funktionieren. Derzeit sind die Umlaute noch kaputt, aber da arbeite ich mich nach und nach durch. Ansonsten seht es als Quiz, bei drei Umlauten steigt ihr sicherlich durch, was gemeint ist.
Falls doch jemand der Meinung ist, die Papiervariante würde sich verkaufen, dann möge man mir die Titel der “besten” Beiträge zukommen lassen. Danke schön.
Aktuell im Ohr: IAMX – Kingdom of the Welcome Addiction
Zeitreisen sind eine kuriose und nicht ganz unkomplizierte Geschichte. Im Gegensatz zur allgemeinen Annahme macht es wohl auch nicht einfacher, eventuell wird es sogar schlimmer und oftmals passiert auch einfach nichts. Wenn man grade etwas ganz Leckeres gegessen hat, hilft es beispielsweise nicht, wenn man nochmals zurückspringt und von vorne isst. Den vollen Magen nimmt man ja mit in die Vergangenheit. Dieser Zeitsprung würde nur etwas bringen, wären die Portionen zwar yummy, aber extrem mickrig und das Problem ist nicht der volle Bauch, sondern die leere Schüssel. Bringt andererseits das Überspringen eines Zahnarzttermines einen konkreten Effekt? Ich habe immer noch Zahnweh, bekomme eine Rechnung, doch das Problem bleibt bestehen. Nur muss ich bis in alle Zeit mit dem Wissen umgehen, dass ich eine Memme bin. Oder ich springe zurück und entmemme mich.
Ohnehin, wenn man die Wahl hätte, einen einzigen Zeitsprung zu tätigen (inklusive Rückflug), welche Richtung und welchen Zweck würde man wählen? Da gibt es die Möglichkeiten der Bereicherung, des wissenschaftlichen Interesses und und und. Aber was, wenn nur die Wahl besteht, in seinem eigenen Leben rumzuwurschteln? Was natürlich auch wieder nicht geht, weil ja alles doch zusammenhängt. Springe ich zurück und stelle eine Weiche anders im Leben, komme zurück und entdecke, dass ich ein kompletter Depp geworden bin? Springe ich nach vorn, um zu sehen, dass ich ein kompletter Depp werden werde, unternehme alles dagegen und verdeppe noch viel mehr? Was würde ich eigentlich anders machen wollen, könnte ich es ändern? Würde ich? Na gut, die Lachsnudeln mit dem Zwiebelbett drunter, die mich kotzenderweise durch Weihnachten gebracht haben vor einigen Jahren, die würde ich wohl ausfallen lassen. Ich glaube, da wäre ein Flussdiagramm durchaus eine interessante Spielvariante, falls die Sitzungengelegentlich langweilig ausfallen. Das Weiterspinnen, wie es hätte sein können, wenn… Was aber übrig bleibt ist das Jetzt. Da kann man eigentlich nur versuchen Dinge zu tun, an die man sich in der Zukunft gerne erinnert und bei denen man sicher ist, sie rückblickend nicht ändern zu wollen. Darauf ein Gläschen! Blitz! Darauf ein Gläschen! Blitz! Darauf ein Gläschen! Blitz! Zeitreisen sind eine kuriose und nicht ganz unkomplizierte Geschichte.
Aktuell im Ohr: ATB – Future Memories