Mrz 31, 2012 - Geschmackssache    No Comments

Wasch mich oder nasch mich

Vor einigen Tagen war Neinthalie so freundlich, mich nach einem sehr zuckerhaltigen Ausflug in eine Filiale von LUSH zu schleifen. Bis anhin hatte ich um die Duftwolken dieser Kette immer einen Bogen gemacht, weil ich annahm, dass dort nur so Kram wie bei Bodyshop verscherbelt wird. Da neben einem hohen Zuckerquotienten auch eine Mischung aus Kaffeelikör, Wodka und noch zwei ähnlichen Stoffen (nennt sich Moon Landing und so fühlt es sich auch an) durch meine Blutbahn rotierte, war diesmal allerdings mein Widerstand auf einem entsprechend tiefen Niveau. Im Inneren des Shops war ich positiv überrascht, was sich dort so tummelte. Badebomben. Schaumgebäder. Tolle braune Augen. Honigseife in Käseradgrösse. Das meiste sieht aus wie etwas zu Essen, beziehungsweise etwas zum Anbeissen oder Ablecken, allerdings sollte von diesen Unterfangen aus Gründen der Verdaulichkeit abgesehen werden.

Verkaufstechnisch gesehen ist es sehr clever, Körperpflegeprodukte wie Esswaren aussehen zu lassen, so kann das Zielpublikum verdoppelt werden von Körperpflegern auf Hungrige. Und Schnüffler. Weil alles verdammt gut riecht. Zudem hat alles sehr knallige Namen (mein erster Einkauf hiess “French Kiss”) und etwa die Hälfte des Ladens könnte inspirativ zu meinem Diplomroman passen, was natürlich nach fortlaufendem Ausprobieren schreit. Nachträglich muss ich sagen, ich roch zwar provenzalisch (lavendelique, nicht wie das Fleischgewürz), aber der Kuss soff wohl im Badewasser ab. Das landing bezog sich auch nur auf den Niedergang von einigen Gehirnzellen im Staub des Abends, mit Mond war nix. Insofern bin ich gespannt, was sich bei meiner neusten Errungenschaft namens “Drachenei” so abspielt. Nein, ich gehe nicht auf das ein, was mir spontan eingefallen ist.

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