Mai 21, 2011 - Backblech    No Comments

Das hat sich gewaschen

Erstaunlich, dass die Menschheit immer noch lebt. Abgesehen davon, dass sie sich seit Jahrtausenden gegenseitig auszurotten versucht, stehen ihr diese bösen Widrigkeiten der Umwelt im Weg. Heimtückisch, wie die sind, machen sie sich ganz klein und verstecken sich, damit man sie spürt, aber nicht sieht. Fast wie Fürze im Lift, nur noch etwas gemeiner. Viren. Bakterien. Bazillen. Die sind alle so wahnsinnig böse. Aber trotzdem leben wir noch. Wie kommt’s?
Vor langer, langer Zeit kam jemand darauf, dass die stinkende Kruste auf der Haut, die vorzüglich isolierte, mit Wasser entfernt werden kann. Im Nullkommanichts war der Mensch offen für Hautpflege, Hautkrebs und Hautihnschnellerum. Die spätere Gegenbewegung in höfischen Kreisen (mehr Parfum, weniger waschen) setzte sich nicht endgültig durch, obwohl einige Mitreisende in Bus oder Zug dieser Epoche noch immer zugetan scheinen.
Später aber entdeckte man wohl, dass Dreck auch krankmachen kann (nicht die Reality Soaps im TV) und dass in Bereichen mit höherem Personenaufkommen weniger Gestank keine so schlechte Sache ist. Die Idee, sich nach dem Gang zur Toilette auch noch die Hände zu waschen, hat sich leider bis heute noch nicht vollständig zum Trend ausgewachsen, obwohl der werbeträchtige Einsatz von Pandemien hier eine gewisse Verbesserung bewirkt hat. Nur: der Mensch lebte früher dreckig und stinkend, dann kam das Wasser und er lebte immer noch. Sauberer. Auf einmal entdeckte jemand die Seife, Wasser alleine war nicht gut und der Mensch lebte weiter. Noch sauberer. Irgendwann war herkömmliche Seife böse, denn man gab ja darüber Bakterien weiter, also kam die Flüssigseife aus dem Spender. Mensch lebt, etc. Jetzt läuft Werbung für einen berührungsfreien Seifenspender, denn schliesslich ist das Plastikteil, wo man drauf drückt, eine Bazillenschleuder. Tödlich. Bringt uns sofort um. Und wenn nicht das, dann das Handtuch. Dessen häufiges Waschen verschwendet aber Ressourcen und nutzt böses Waschmittel. Also werfen wir das Handtuch und verwenden Wegwerfpapiertücher, für deren Herstellung Wälder abgeholzt werden. Bringt uns auch um, ab langsamer. Oder auch nicht, schliesslich haben wir früher auch ohne das ganze Geschrubbe überlebt. Zurück zur Kruste. Harte Schale, weicher Kern. Möglicherweise ist die Menschheit aber einfach zu resistent, um sich durch Mikroorganismen ausrotten zu lassen. Menschen sind die wahren Kakerlaken, durch nichts tot zu kriegen. So lange wir jeden Tag unsere Hände waschen. Meine Seife heisst Unschuld.

Aktuell im Ohr: Theme from Warehouse 13

Mai 8, 2011 - Einfach so    No Comments

Zusammengekrümelt für 2011-05-08

  • Ist ein Schwarm Kuckucke ein Kukux-Clan? Hm. Kuckucks? Kuckücke? Kucküken? Kuh-Kucker? Ach, es ist eine Kuckrux. #
  • Und dann war da der Mann, der sich mit einem langen Zehennagel eine Krampfader aufschlitzte und im Schlaf verblutete. Fusspflege hilft! #
  • Und dann war da der Mann, der sich mit einem langen Zehennagel eine Krampfader aufschlitzte und im Schlaf verblutete. Fusspflege hilft! #
  • Was betreiben pflichtbewusste Jäger? Reh-Cherche. #
  • Sparen in Ehren, aber so? "Unter Windows gibt es viele Tastenkombinationen, die einem bei der täglichen eine Menge Arbeit ersparen können." #
  • Zähneputzen mit Signal White Now = Aussehen wie ein Schlumpf mit Tollwut #
Nov 11, 2010 - Backblech    2 Comments

Och menno…

Nur so nebenbei zur Info: Ich hab euch nicht vergessen. Nur hab ich dezent mein Studium unterschätzt und aktuell laufen die Vorbereitungen für eine erste Buchveröffentlichung (Klassenprojekt) und mein Diplomprojekt (erstes eigenes Buch) ist auch in Mache. Aber wenn wieder Luft da ist, dann werden auch wieder kayxe gebacken.

Aktuell im Ohr: Das Blubbern der Heizung

Mai 29, 2010 - Backblech    No Comments

Sowas erfindet doch keiner

In unserer Schulklasse für literarischen Nachwuchs lernen wir unter anderem, wie man glaubwürdige Geschichten entwickelt, bei denen sich der Leser nach Investition einiger Geldeinheiten nicht völlig verarscht vorkommt. Das macht Sinn. Nur ist das Leben so unfair und schickt Geschehnisse ins Rennen, bei denen wir Autoren mit Kopfschütteln bedacht würden, die aber beweisen, dass nichts so schräg ist, wie das Leben selbst. Beziehungsweise seine Einwohner. Bewiesen sei dies an zwei Beispielen aus dem Bereich „Nahrungsmittel“.

Beweisstück A, Käse: Am Flugplatz Bern Belp hat ein Käser einige Käselaibe durch den Gepäckscanner fahren lassen. Bei der Produktion ist ein kleines Metallteil in die Käsemasse gefallen und es ließ sich danach nicht feststellen, in welchem der Käse es gelandet ist. Beim Durchleuchten tauchte es auf und die restlichen Laibe konnten problemlos verkauft werden. Ideen braucht man.

Beweisstück B, Fleisch: In einem Restaurant in Norddeutschland tauchte während der Mittagszeit ein verärgerter Mann auf und ging auf Sammeltour. Er räumte sämtliches Fleisch aus den Kühlschränken, aus den Pfannen und am Ende von den Tellern der Gäste in der Gaststube. Mundraub in neuer Dimension. Das war nicht ein schräger Fetischist sondern der Fleischlieferant, der vom Wirt schon länger nicht bezahlt worden war, also holte er sich die Ware wieder. Wobei ich mich schon frage, was er mit einem halben Schnitzel anstellen will.

Aktuell im Ohr: David Guetta feat Kid Cudi – Memories

Mai 26, 2010 - Backblech    No Comments

Sprich, Wort!

Von wem stammt wohl der sinnige Satz „Liebe geht durch den Magen“? Es muss jedenfalls ein rechter Zyniker gewesen sein, denn was ist der Magen anderes als ein brutales Säurebad? Wir wissen, wie das schmeckt und aussieht, wenn wir nach intensiver Übergabe über der Schüssel hängen, weil wir wegen Liebeskummer … Aha! Vielleicht liegt da der Schlüssel zur Erkenntnis. Wenn es zurück kommt, dann war es nichts. Aber was kommt danach? Sieht Liebe im Darm tatsächlich besser aus? Ich meine: Nein. Was also will man uns damit sagen?

Vielleicht, dass wenn die Liebe nach allen Bissigkeiten, dem Gewürge, nach all der Säure, der Base und den Bakterien noch da ist, dann scheiss drauf, dann war es den Krampf wert. Ich gebe zu, ich zeichne nicht das schönste Bild, aber im Krieg und in der Liebe sei alles erlaubt, erklärt uns ein anderes geflügeltes Wort. Das ist such so was: „geflügeltes Wort“. Wo hat das seine Flügel her und warum? Hängt das mit den Götterboten zusammen, die auf geflügeltem Wege das unverständliche Wortgeschwalle ihrer Chefs überbrachten? Hermes kleine Käsefussschwingen, sag ich da nur. Also, Liebe und Krieg. Da fehlt mir allerdings die Genfer Liebeskonvention. Nicht dass sich jemand daran hielte, aber man könnte wenigstens gelegentlich erwähnen „Du Schatz, das Werfen mit Fonduegabeln ist gemäss Artikel …“ ZZZING! „Und gemäss Paragraph sowieso ist die Verwendung der Bezeichnung SCHATZ amnestierend für alle folgenden Reaktionen!“ Hm. Moment. Das ist Ehe, nicht Liebe. Wie dumm von mir.

Aktuell im Ohr: Das Klappern von Geschirr, das Plappern von Gewirr

Mai 25, 2010 - Backblech    No Comments

Schnellschusskekse

Man will ja diverseste Sachen ausprobieren. Von Twitter habe ich nur immer gelesen, aber irgendwo war es mir egal. Aber Meinungen können testhalber geändert werden und drum hab ich einen Account gebacken, für den Fall, dass ich zwar eine Idee habe, einen Satz, eine doofe Frage, aber mir dazu ums Verre… grade nichts weiter einfällt, lass ich das eben in der Kürze würzen und das kommt dann da … Moment, Hände gucken … RECHTS in der Seitenleiste. Da. DAHAAA! Nun guck doch! Ja, genau dort. Mal schauen, was das wird.

Nachtrag: Ist zwar fein, dass auf Twitter die Aktualisierungen anzeigen, aber dass die hier … also DA auch stehen … ich arbeite dran.

Aktuell im Ohr: Chipsknirschen (Kekse sind alle)

Mai 25, 2010 - Backblech    No Comments

Da sind wir doch wieder

Ich freue mich gerne und immer wieder darüber, dass der Mensch so wunderbar lernfähig ist, sich entwickelt und sein Verhalten nach gemachten Erfahrungen adaptiert. So funktioniert Evolution und würde der Mensch sich anders verhalten, dann wäre er schon längst ausgestorben. Ist er aber nicht, denn der Mensch ist zu doof zum Aussterben.

Ein Beispiel: Jedes Jahr im Frühling, wenn die Sonnenstrahlen sich wärmend bis zum Boden verirren, spriessen die halbnackten Bleichbäuchlinge wie Pilze aus den Liegewiesen (gerne auch wiederholt nach langen Regenphasen). Entweder sie überlegen sich was und sehen dafür aus wie frisch aus der Friteuse (fettig, nicht knusprig) oder sie denken sich, die Sonne kann mich mal so braun machen wie dort wo sie mich kann und fläzen sich flözgleich dicht an dicht. Das Ergebnis präsentiert sich binnen kurzer Zeit in prächtigsten Rottönen Marke Pavianarsch. Jedes Jahr.

Kann mir nicht passieren, ich leg mich nicht nackelig auf die Wiese. Nur mein linker Arm ist ein wenig … sagen wir Dunkelrosa. Was muss die Sonne aber auch JEDES Jahr auf der gleichen Seite ins Auto scheinen! Also echt. Dafür rieche ich jetzt nach Armani Code. For Women. Das hatte ich noch als halb abgelaufenes Müsterchen rumliegen und es kühlt und befeuchtet. Alternativ hätte ich als altes Hausmittel auch Joghurt nehmen können, wobei ich aber annehme, bei der hausmittelschen Erfindung hatten sie nicht an Erdbeere mit Fruchtstückchen gedacht. Da könnt man dann sagen: Leck mich doch am Arm! Obwohl: Armani ist auch irgendwie lecker…

Aktuell im Ohr: Das Zischen von Schweppes