{"id":20,"date":"2009-02-13T08:24:04","date_gmt":"2009-02-13T07:24:04","guid":{"rendered":"http:\/\/kay-x.net\/log\/2009\/02\/13\/rosige-zeiten\/"},"modified":"2009-02-13T08:25:18","modified_gmt":"2009-02-13T07:25:18","slug":"rosige-zeiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kay-x.net\/log\/2009\/02\/13\/rosige-zeiten\/","title":{"rendered":"Rosige Zeiten"},"content":{"rendered":"<p>In der Kaffeeecke des von uns frequentierten Personalrestaurants liegen diverseste dessert\u00f6se (und wie ich bef\u00fcrchte auch desastr\u00f6se) Leckereien zum Erwerb aus. Ins Auge und ins Zentrum des gef\u00fchlten schlechten Geschmacks stiess mir k\u00fcrzlich das Ansichtigwerden einer gelben Schokolade. Bananensplit. Es heisst doch schon &#8222;Iss keinen gelben Schnee&#8220;, wer weiss also, was das nun wieder soll. Gut mag ich keine Bananen. Sonst h\u00e4tte mich wohl die Neugier gebissen und ich das Produkt und h\u00e4tte einmal mehr Lebensmittel live testen m\u00fcssen. Doch, das Schicksal meinte es gut mit anderen als mit mir und seit Neustem liegt auch eine Schokolade in Tuntenrosa auf: Swiss Organic Raspberry. Also auf gut deutsch: Schweizer weisse Schoggi mit Biohimbeeren. Kann man da noch widerstehen? Nein, kann ich nicht und so liegt eine Tafel vor mir. Das Packungsdesign als solches geht in Ordnung, nur die rosa Schokolade tut immer noch weh.<\/p>\n<p>Nach \u00c3\u2013ffnen der Packung neige ich allerdings dazu, das tats\u00e4chliche Produkt nicht mehr als rosa oder pink, sondern eher als Mischung aus mattiertem, dunklem Pl\u00fcschr\u00f6tlich und mauviziertem Schr\u00e4glila zu bezeichnen. Aber da alles ohne E und Farbstoffe hergestellt wird, gehe ich davon aus, dass \u00e4hnliche Farben in der Natur irgendwo vorkommen. K\u00f6nnten. Sollten. M\u00fcssten. Der Geruch erinnert an weisse Osterhasen mit einem Hauch von undefinierbarem Eau de la Beere, was aber vielleicht auch an den Nachwirkungen meiner Krankphase liegen mag. Da verweigert die Nase eventuell gewisse Feinheiten. Aber dass der abgebrochene Riegel wie ein Schoggihase im Schritt riecht, daran halte ich fest. Zumindest zeigt die Bruchkante aber tats\u00e4chlich das Vorhandensein eingearbeiteter Beerenpartikel.<\/p>\n<p>Der Geschmackstest schl\u00e4gt als erstes wirklich mit s\u00e4uerlichen Himbeer-Fruchtnoten auf die Papillae. Die Schokolade als solche wird etwas unterdr\u00fcckt, was mich allerdings nicht wundert, da diese Tafeln in Weiss eigentlich eher Fetti als Schoggi sind und als Tr\u00e4ger von origin\u00e4rem Schokoladengeschmack seit jeher nicht so ganz ernstzunehmen sind. Was sie nat\u00fcrlich f\u00fcr die Implementierung jeglicher anderer Komponente ideal macht. Der Zusatzgeschmack wird erkannt, Zucker und Fett pushen den Geschmackswert noch weiter nach oben, aber wie gesagt. Es ist keine Schokolade. Zwischen Gaumen und Zunge bleibt beim Abgang ein eher trockenpulvriges Gef\u00fchl zur\u00fcck, nur hinten links und rechts an der Zungenseite winken zwei kleine Himbeergef\u00fchlchen leise Tsch\u00fcss und zaubern durch die erkennbare S\u00e4ure ein leicht debiles Grinsegesicht. So t\u00e4uscht man Zuschauer. Irgendwie clever.<\/p>\n<p>Aktuell im Ohr: Camouflage &#8211; One Fine Day<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Kaffeeecke des von uns frequentierten Personalrestaurants liegen diverseste dessert\u00f6se (und wie ich bef\u00fcrchte auch desastr\u00f6se) Leckereien zum Erwerb aus. Ins Auge und ins Zentrum des gef\u00fchlten schlechten Geschmacks stiess mir k\u00fcrzlich das Ansichtigwerden einer gelben Schokolade. Bananensplit. 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