Mrz 28, 2008 - Backblech    3 Comments

Beute von Heute

Der Jäger und Sammler von heute definiert sich nicht über tote Tiere im rückwärtigen Garten, sondern über seine Gadgetkollektion. Extrem beliebt sind derzeit Dingerchen wie das iPhone, welches (buoaah, geiles Feature!) die Bilddarstellung ändert, je nachdem, ob man das Gerät hoch- oder quer hält. Meine erste Frage war, wie lange es dauert, bis das iPhone explodiert, wenn man es rotieren lässt um diese Funktion auszureizen. Ich vermute, nach so einer Frage gilt man als iDiot. Das iPhone wird vornehmlich wohl von Männern benutzt werden, denn geschminkte Frauen, welches dieses Gerät an der Wange hatten, werden wohl oder übel Teilabdrücke ihres Gesichtes auf dem Display wiederfinden (Achtung, nach kusssicherem Lippenstift auch telefoniersicheres Rouge) und, es ist ja ein Touchscreen, mit den Fingern die Pampe auch noch verschmieren. Jaja, Smartphone.

Mein neues Gadget ist ein Moleskine-Notizbuch, oldschool und schwarz, was den Sinn des schwarzen Büchleins für kayxdosen-Notizen extrem unterstützt. Allerdings heisst Mole Maulwurf und Skin Haut, weswegen ich mich schon frage, woraus die Bucheinbände eventuell hergestellt wurden. Oder das Band drumrum. Nagergedärme? Apropos Gedärme: Schweizer Cervelats, die wahrscheinlich meistgegessenen Würste und Namensgeber von C-Promis (Cervelat-Prominenz), sind vom Aussterben bedroht. Seit die Schweiz sich an gewisse EU-Richtlinien anlehnt, sind brasilianische Rinderdärme mit einem Importstop belegt und Mitte 2008 gehen die Vorräte aus und dann ist Schluss mit wurstig. Mit Ersatzdärmen wäre entweder die korrekte Krümmung nicht gegeben oder Geschmack und Farbe könnten sich verändern und auf dem Grill sehen die dann auch seltsam aus. Ein nationales Drama, wir werden unserer Identität beraubt. Unglaublich.

Aber zurück zu den Gadgets, den technischen. Grundsätzlich würd ich mir gerne schon länger etwas Schnickschnackiges kaufen, doch der Markt gibt derzeit nichts her, was ich mir leisten wollen würde und was ins Budget passt, ist nicht verfügbar. Der Hinweis meiner Raumkosmetikerin, dass mein Staubsauger langsam ausgehustet hat, nahm mir die weitergehende Entscheidung ab und ich kaufe die optimale Kombination: Den Gadgetstaubsauger. Einen Dyson. Kein Saugkraftverlust wie in Beziehungen, lustiges Design und nie wieder Beutel wechseln. Plus den Bonus, dass man nach dem energischen „FFFFUMBB“ des Hamstereinsaugens dem kleinen Kerlchen noch zuguckenkann, wie er im Staubbehälter rotiert. Ist wohl besser, hab ich keine Haustiere.

Aktuell im Ohr: Puff Daddy – Come with me

3 Comments

  • Köstlich amüsiert habe ich mich über deinen Blogbeitrag. Sensationell geschrieben … ich gratuliere dir! :-)

  • Einen Dyson hab‘ ich schon, ebenfalls mit rotierendem Innenleben. Lohnt sich, der Kauf. -Auch ohne Haustiere. Ãœbrigens: Unsere Katzen weigern sich stoisch, die Röhre rauf zu FFFFUMBBen…

    Schön’s Wuchenend!

    btw: „Garten“ schreibt man gross :)

  • Ja, da sind sie wieder, meine vlüchtigkeizfeeler…

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