Mrz 29, 2012 - Backblech    No Comments

Coming soon or sooner

Fernsehsender haben durchaus Vorteile mit Teams und Organisationen und vor allem mit Programmplanern. Dort wird schön durchorganisiert und so kann der Sender auch ganz gut ankündigen, was läuft gleich, heute überhaupt, am nächsten Tag, am Wochenende, neu ab gewissen Tagen, diesen Monat, nächsten Monat, an den nächsten Feiertagen, zum nächsten Mondzyklus, zum nächsten Zyklus der Programmchefin und so weiter und zurück. Das ist nett und hat den Vorteil, dass man zwar immer weiss, was alles kommt, aber spätestens nach dem dritten Spot nicht mehr wann. Schliesslich laufen zwischen den Ankündigungen noch die Sendungen, die angekündigt worden sind vor Kurzem, heute Morgen, Gestern, letztes Wochenende, … ihr wisst, was ich meine. Ich weiss, DASS was kommt, aber nicht genau WANN. Das beunruhigt mich, weil es eine gewisse Ähnlichkeit besitzt mit dem Leben. Morgens in den Spiegel schauen und der sagt: “Demnächst: Die Anmeldung beim Arzt!” oder “Diesen Frühling: The biggest Loser nur ohne scharfe Trainerin!”. Ich weiss auch, DASS ich irgendwann in die Kiste hüpfe, aber nicht genau WANN.

Aber nochmals zum Fernsehen. Ich wurde informiert, wann was ausgestrahlt wird und sollte ich mir ernsthaft merken, dass wann und wo, dann könnte ich den Festplattenrekorder programmieren. Konsequent. Einige Wochen später leuchtet ein lustiges Licht am Gerät, das mich informiert, die Harddisk sei voll. Denn ich musste alles aufzeichnen, weil ich mich nicht mehr auf die Filme und Serien konzentrieren konnte, musste ja alle Spots und Trailer festhalten und notieren und planen und programmieren. In der Nachbearbeitung muss ich leider den Grossteil wieder löschen, denn es kommen doch immer wieder neue Folgen und Filme und ganz viele Ankündigungen und Trailer und Teaser und wer soll das alles sichten und… am Ende wird alles formatiert und ich schau mir das Meiste im Internet an. Wobei, da ist noch dieser Link auf die neue Serie in den USA… ARGH. Deshalb mache ich hier keine Ankündigungen. Ausser vielleicht auf die Feiertagsedition zu Ostern. Wenn mir da kein Zyklus in die Quere kommt.

Aktuell im Ohr: Firefox AK – Color The Trees

Mrz 22, 2012 - Importgebäck    No Comments

Nette Zitate aus allerlei Köpfen

„Das Unlogische lockt die Frauen.“
Michel de Montaigne 1533-1592

Muss man dazu noch was sagen? Nein, ich glaube nicht. Obwohl. Nein. Besser nicht. Ich lasse mich nicht hinreissen. Auch wenn der Drang gross ist. Fast schon Zwang. Also ein Zwrang. Aber ich lasse es bleiben. Soll sich jeder selber. Gedanken und so. Denken wird gelegentlich unterschätzt. Wusstet ihr, dass frappieren auch als Verb genutzt werden kann? Damit ist nicht die Herstellung von Frappée gemeint, sondern das Versetzen jemandes in Erstaunen. Oder das Vorgehen, Sekt oder Wein durch drehende Bewegung in Eis zu kühlen. Frappant. Oder stupend. Was gegensätzlich zu stupid ist. Ich wollte nichts sagen, fällt mir ein. Nun ja. Wer mich kennt, weiss, dass „nichts sagen“ bei mir frühestens nach 30 Minuten einsetzt. Oder wenn ich einschlafe. Obwohl es Gerüchte gibt, dass einschlafen nicht unbedingt ein Grund ist.

Aktuell im Ohr: Marina & the Diamonds – Primadonna

Mrz 21, 2012 - Backblech, Geschmackssache    No Comments

Einpacken oder auspacken

Im Schaufenster von Beldona waren vor Weihnachten allerlei knappe, edle und teure Dessous-Kreationen zu besichtigen und natürlich im Ladeninneren käuflich zu erwerben. Das könnte etwas so ausgesehen haben wie auf dem oberen Bild.

Nach den Feiertagen jedoch wechselte das zur Schau gestellte Angebot nicht zu derselben Palette in günstig, sondern zu flanelligen, pastelligen und sehr hautbedeckenden Kleidungsstücken in supergünstig. Siehe auch Beweisstück 2.

Wir betrachten die möglichen Gründe für dieses Verpackungskuriosum. Vor Weihnachten wird mit den (mehr oder weniger heimlichen) Wünschen der Konsumenten jongliert. Deutlicher Hinweis: die im Hintergrund arrangierten, zur Jonglage geeigneten Kugeln. SIE möchte gerne so aussehen, ER möchte sie gerne so ansehen. Dabei geht auf beiden Seiten der Tatsachenbezug flöten, dass Verpackung alleine eben doch nicht alles ist. Das lässt sich auch auf das Gegengeschlecht anwenden: Beckham-Boxershorts machen weder erfolgreich noch ein Sixpack, hat dafür aber auch keinen Einfluss auf den IQ. Aber schliesslich hat SIE sich immer beschwert, er kaufe nur “Nützliches” und sowieso zu billig ein, warum also nicht? Ganz einfach: Beispielbild 3. Sieht fast genau so aus, kostet aber nur zehn Prozent davon.

Nach den Feiertagen hat sich die Erkenntnis durchgesetzt und das Geld sich ab. Umtausch ist zu unser aller Glück ausgeschlossen (und wer bitte schön kauft Badezeug und Unterwäsche in Second-Ass-Läden?) Was bleibt also, ausser möglichst günstig den Flanell des Vergessens und den Plauzengummi des Verdrängens auszubreiten beziehungsweise auszuweiten? Und siehe da, was bieten die Schaufenster feil: Sack- und Packmaterial. Gültig bis zu den nächsten Feiertagen. Ich werde zu Ostern die Augen offen halten. Nach Wäsche, ist ja kein Häschen da und irgendwie hab ich jetzt Lust auf Schinken.

Aktuell im Ohr: Skylar Grey – Love The Way You Lie

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Mrz 20, 2012 - Backblech    No Comments

Süssstofffusseleien

Im Englischen existiert der schöne Begriff „eye candy“, also Süssigkeit fürs Auge. Was haben Süssigkeiten so an sich? Süss, bunt, verführerisch, aber im Abgang etwas hohl. Sollte also eine Dame im ersten Moment als Augenzucker bezeichnet werden, darf sie sich kurz über den Status des Augenschmausigen freuen, sollte sich aber im Nachfolgenden doch fragen, ob sie sich auch als hohle Nuss sieht. Diejenigen, die tatsächlich hohle Nüsse sind (oder jedwedes Hohlgefäss, um jetzt nicht nur den Nüssen eins auf selbige zu geben), die freuen sich nur und damit sei es belassen.

Wenn ich mir zu viel „eye candy“ gönne, werden dann meine Augen fett? Oder verhält es sich wie bei regulärem Süsskram, dass nicht die Zunge (Primärkontakt) dick wird, sondern ein entferntes Körperteil? Gut, je nachdem, WIE süss jemand aussieht, kann es gut sein, dass sofort ein Körperteil grö… aber das geht auch wieder weg. Ich meine nachhaltige Zunahme durch optische Reize. Schwillt das Gehirn an? Oder zählt über Umwege erreichtes Muskelwachstum auch, weil man möchte, dass man bei der Süssen Chancen auf mehr hat als nur Gucken?

Die Alternative wären Light-Produkte. Künstliche Erweiterungen wie Push-Ups, Schminke, Extensions, Forming-Fummel zwecks Fummel-Forming und was es da noch alles gibt. Aber wie bei echten Lightprodukten… Gut, „echt“ und „light“ passt nicht. Ähnlich den Nahrungsmitteln mit Aufdruck „kalorienreduziert“ (als Synonym für „geschmacklich grenzwertig“) ist „eye lighty“ zuerst vielversprechend, aber im Abgang suboptimal. Bei einem Reduktionssandwich wird mir das nach einer Stunde klar, bei einem Reduktionsgirlie möglicherweise erst nach dem Aufwachen. Da hilft dann nur noch eine rosarote Zuckergussbrille. Optional mit verspiegelten Gläsern. Gegen innen.

Aktuell im Ohr: Starbucksjazz

Mrz 19, 2012 - Backblech    2 Comments

Packungsbeilagen sind das wahre Böse

Wer kennt es nicht: „Dies ist ein Arzneimittel. Lassen Sie sich von einer Fachperson beraten und lesen Sie die Packungsbeilage.“ Meistens fangen damit die Probleme doch erst an! Aber eins nach dem andern. Viele Patienten trudeln schon mit einer kompletten Diagnose beim Hausarzt (oder im Krankenhaus) ein, denn zu jedem Wehwehchen und Auachen kann das Internet reichlich Auskunft geben. Besonders in einschlägigen Foren erhält der Suchende kompetente (MUAHAHA) und medizinisch fundierte Fernauskünfte, denn so läuft schliesslich auch die Untersuchung beim Arzt: Anhand vager und fehlerhafter Beschreibungen bekommt der geneigte Kranke ohne körperliche Nahbetrachtung oder Laborwerte genau gesagt, was er hat und was er zu tun hat. Mich wundert, dass trotz aller Besserpisser (Urologie), Herzkasper (Kardiologie) und Dörrbirnen (Psychiatrie) die Sterblichkeitsrate in internettisierten Ländern nicht explodiert ist.

Aber nochmals zu den Selbstdiagnostikern, die dann doch zum Arzt gehen. Es möge jeder einmal seinen eigenen Doktor fragen, ob jemals ein Selberbestimmer und Eigenverschlimmerer in die Praxis gekommen ist, der sich bloss mit einem Schnupfen oder einer Verspannung unwohl fühlte. Nein, nein. Da muss minimal ein Gehirntumor her oder eine laterale Subtissualruptur. Die abweichende Farbe der Zunge bedeutet nicht, dass man vorhin eine Tasse Kaffee getrunken hat, sondern eher, dass ein Parasit die Innereien auffrisst und man noch ungefähr 15 Stunden zu leben hat. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Bekommt der Patient aber nach allen Widrigkeiten am Ende doch etwas verschrieben, dann kommt es richtig schlimm. Lassen Ärzte und Apotheker absichtlich die Beipackzettel drin? Damit der Eigendiagnöser möglichst bald wieder kommt? Oder was genau soll ich mit der Information, dass mein Kopfschmerzmittel mir Magenkrämpfe, Pupillenerweiterungen oder Herzrasen verschafft? Kaufe ich mir dazu ein Mittelchen gegen Magenkrämpfe, erfahre ich dort, dass eine der Nebenwirkungen heftiges Kopfweh ist. Hätten Pillen Schwänze, sie würden sich selbst rein beissen. Ich hatte schon Kram, da stand auf dem Zettel „kann zu erhöhter Anfälligkeit für Suizidgedanken führen“. Ähm ja, danke. Oder wenn eine gewisse Disposition da ist, dann kann bei gleichzeitigem Einnehmen mit einer anderen Substanz ein Locked-In-Syndrom vorkommen. Man lebt, ist voll da, kann sich aber weder bewegen, noch artikulieren. Supi. Aber wenigstens renne ich da nicht zum Arzt und frage seltsame Sachen.

Aktuell im Ohr: Rammstein – Mein Land

Mrz 18, 2012 - Einfach so    No Comments

Zusammengekrümelt für 2012-03-18

  • Wenn meine Motivation Däumchen hätte, dann würde sie die wohl drehen. #
  • Schriftsteller sind Reiseleiter in die Welt der Phantasie. #
  • Aphoristiker sind die Saftpressen des geschriebenen Worts. #
  • Rosinen würden Botox kaufen. #
  • Heuschnupfen: Der Türsteher von Mutter Natur. #
  • Light-Produkte sind wie PushUp-BHs: Netter erster Eindruck, hinterlassen aber eine gewisse Leere. #
  • Wäre die Anzahl Betthäschen direkt proportional zur Hässlichkeit der Bettwäsche, dann müsste hier die Hölle los sein. #
  • Wenn man ist, was man isst, dann hätte ich gerne einen Bildungsburger. Ohne Zwiebeln. #
  • Ich glaube an das Gute im Menschen. Zusammen mit etwas Chianti und Süsskartoffeln. #
  • Plakate von Triumph fördern den Absatz von Produkten zur Behandlung von Verstauchungen. #
  • Nennt man die Mitglieder eines Weichkäse-Fanclubs "Camember"? #fddwnb #
  • Badezusätze von Lush wären noch um einiges prickelnder, würden sie die Verkäuferinnen beinhalten. #