Das "Auch ich habe meine Tage"-Buch vom keks

Ostern III

Abgelegt unter: Backblech | 09.04.2012 (19:45) |

Beinahe rechtzeitig zu Ostern ein passender Blick auf das meistverkaufte Buch aller (bisherigen) Zeiten: die Bibel. Übersetzt in 469 Sprachen sollen wohl so um die 2-3 Milliarden Exemplare verkauft worden sein. Und trotzdem ist vom Marketing-Standpunkt aus gesehen das Ganze ein riesiger Fehler. Anstatt das goldene Kalb richtig auszuschlachten, beliess man es bei einem Zweiteiler. Altes Testament. Neues Testament. Schluss. Kommt da nichts mehr? Fühlt man sich da als Fan nicht etwas verapfelt, wo doch sogar die Appleanhänger regelmässige Updates bekommen und in Schlangen (man sehe den Zusammenhang) vor den Kirch… Shops warten, um ihrer Religion zu huldigen. Jeder erfolgreiche Film bekommt Prequel, Sequel und/oder Spin-off. Aber das Buch der Bücher? Pustekuchen.

Dabei hat die Bibel doch alle Elemente eines Dauerbrenners: Wiederauferstehung (später von Soaps geklaut), Action, jede erdenkliche Sünde und Bestrafung, Sex, Mord und Totschlag, gute Wichte und Bösewichte, Katastrophen, Tolle Schauplätze. Aber rechnen wir mit einem "Neuesten Testament"? Hier ist doch schon die Fehlplanung zu erkennen. Sollte es jemals eine Fortsetzung geben, was kommt dann? "Testament – Das nächste Kapitel" (Achtung, der Begriff "letzte" ist zu vermeiden)? “Testament III”? Sat1 macht dann bestimmt einen ultralangen Untertitel dazu. Bei George Lucas könnte man eine Special Edition in Auftrag geben, die alle zwei Jahre nochmals mit beiläufigem Schnickschnack aufgearbeitet wird; die Verkäufe wären auf Jahrhunderte gesichert. Bibel 2.0 mit Social Media Anbindung. Extended Directors Cut.

Allerdings wäre dann zu überlegen, wie mit der Fangemeinde umgegangen wird, wenn tatsächlich weitererzählt wird. Ach ja, wer würde das denn schreiben? Autorenteams? Ghostwriter? Die originalen Autoren sind vermutlich nicht mehr verfügbar und ein Ersatz unter gleichem Namen, wie es bei anderen Serien ausprobiert wurde, fiele vermutlich auf. Aber egal, angenommen, Teil 3 kommt. Gibt es dann auch Petitionen im Internet wie kürzlich bei dem Spiel “Mass Effect 3”, wo die Anhänger mit dem Ende unzufrieden waren? Och nö, wir finden Apokalypse doof, macht doch was anderes. Nur gäbe es kaum die Möglichkeit, wie bei einem Spiel einen Patch zu installieren. Hm, vielleicht hat ja der ursprüngliche Autor das vorhergesehen. Dass man es den Menschen nie recht machen kann und dann doch lieber wie Arthur Conan Doyle darauf verzichtet, mehr zu verkaufen und die Hauptfiguren sterben lässt. Was später ebenfalls in Soaps zu einer sehr beliebten Spielart wurde, um sich derer Figuren zu entledigen. Aber irgendwie würde mich der Twist schon interessieren, wie ein dritter Teil erklärt wird.

Aktuell im Ohr: Pyriel – Prophecy

Coming soon or sooner

Abgelegt unter: Backblech | 29.03.2012 (20:27) |

Fernsehsender haben durchaus Vorteile mit Teams und Organisationen und vor allem mit Programmplanern. Dort wird schön durchorganisiert und so kann der Sender auch ganz gut ankündigen, was läuft gleich, heute überhaupt, am nächsten Tag, am Wochenende, neu ab gewissen Tagen, diesen Monat, nächsten Monat, an den nächsten Feiertagen, zum nächsten Mondzyklus, zum nächsten Zyklus der Programmchefin und so weiter und zurück. Das ist nett und hat den Vorteil, dass man zwar immer weiss, was alles kommt, aber spätestens nach dem dritten Spot nicht mehr wann. Schliesslich laufen zwischen den Ankündigungen noch die Sendungen, die angekündigt worden sind vor Kurzem, heute Morgen, Gestern, letztes Wochenende, … ihr wisst, was ich meine. Ich weiss, DASS was kommt, aber nicht genau WANN. Das beunruhigt mich, weil es eine gewisse Ähnlichkeit besitzt mit dem Leben. Morgens in den Spiegel schauen und der sagt: “Demnächst: Die Anmeldung beim Arzt!” oder “Diesen Frühling: The biggest Loser nur ohne scharfe Trainerin!”. Ich weiss auch, DASS ich irgendwann in die Kiste hüpfe, aber nicht genau WANN.

Aber nochmals zum Fernsehen. Ich wurde informiert, wann was ausgestrahlt wird und sollte ich mir ernsthaft merken, dass wann und wo, dann könnte ich den Festplattenrekorder programmieren. Konsequent. Einige Wochen später leuchtet ein lustiges Licht am Gerät, das mich informiert, die Harddisk sei voll. Denn ich musste alles aufzeichnen, weil ich mich nicht mehr auf die Filme und Serien konzentrieren konnte, musste ja alle Spots und Trailer festhalten und notieren und planen und programmieren. In der Nachbearbeitung muss ich leider den Grossteil wieder löschen, denn es kommen doch immer wieder neue Folgen und Filme und ganz viele Ankündigungen und Trailer und Teaser und wer soll das alles sichten und… am Ende wird alles formatiert und ich schau mir das Meiste im Internet an. Wobei, da ist noch dieser Link auf die neue Serie in den USA… ARGH. Deshalb mache ich hier keine Ankündigungen. Ausser vielleicht auf die Feiertagsedition zu Ostern. Wenn mir da kein Zyklus in die Quere kommt.

Aktuell im Ohr: Firefox AK – Color The Trees

Einpacken oder auspacken

Abgelegt unter: Backblech,Geschmackssache | 21.03.2012 (16:26) |
Im Schaufenster von Beldona waren vor Weihnachten allerlei knappe, edle und teure Dessous-Kreationen zu besichtigen und natürlich im Ladeninneren käuflich zu erwerben. Das könnte etwas so ausgesehen haben wie auf dem oberen Bild.

Nach den Feiertagen jedoch wechselte das zur Schau gestellte Angebot nicht zu derselben Palette in günstig, sondern zu flanelligen, pastelligen und sehr hautbedeckenden Kleidungsstücken in supergünstig. Siehe auch Beweisstück 2.

Wir betrachten die möglichen Gründe für dieses Verpackungskuriosum. Vor Weihnachten wird mit den (mehr oder weniger heimlichen) Wünschen der Konsumenten jongliert. Deutlicher Hinweis: die im Hintergrund arrangierten, zur Jonglage geeigneten Kugeln. SIE möchte gerne so aussehen, ER möchte sie gerne so ansehen. Dabei geht auf beiden Seiten der Tatsachenbezug flöten, dass Verpackung alleine eben doch nicht alles ist. Das lässt sich auch auf das Gegengeschlecht anwenden: Beckham-Boxershorts machen weder erfolgreich noch ein Sixpack, hat dafür aber auch keinen Einfluss auf den IQ. Aber schliesslich hat SIE sich immer beschwert, er kaufe nur “Nützliches” und sowieso zu billig ein, warum also nicht? Ganz einfach: Beispielbild 3. Sieht fast genau so aus, kostet aber nur zehn Prozent davon.

Nach den Feiertagen hat sich die Erkenntnis durchgesetzt und das Geld sich ab. Umtausch ist zu unser aller Glück ausgeschlossen (und wer bitte schön kauft Badezeug und Unterwäsche in Second-Ass-Läden?) Was bleibt also, ausser möglichst günstig den Flanell des Vergessens und den Plauzengummi des Verdrängens auszubreiten beziehungsweise auszuweiten? Und siehe da, was bieten die Schaufenster feil: Sack- und Packmaterial. Gültig bis zu den nächsten Feiertagen. Ich werde zu Ostern die Augen offen halten. Nach Wäsche, ist ja kein Häschen da und irgendwie hab ich jetzt Lust auf Schinken.

Aktuell im Ohr: Skylar Grey – Love The Way You Lie

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Süssstofffusseleien

Abgelegt unter: Backblech | 20.03.2012 (12:20) |

Im Englischen existiert der schöne Begriff “eye candy”, also Süssigkeit fürs Auge. Was haben Süssigkeiten so an sich? Süss, bunt, verführerisch, aber im Abgang etwas hohl. Sollte also eine Dame im ersten Moment als Augenzucker bezeichnet werden, darf sie sich kurz über den Status des Augenschmausigen freuen, sollte sich aber im Nachfolgenden doch fragen, ob sie sich auch als hohle Nuss sieht. Diejenigen, die tatsächlich hohle Nüsse sind (oder jedwedes Hohlgefäss, um jetzt nicht nur den Nüssen eins auf selbige zu geben), die freuen sich nur und damit sei es belassen.

Wenn ich mir zu viel “eye candy” gönne, werden dann meine Augen fett? Oder verhält es sich wie bei regulärem Süsskram, dass nicht die Zunge (Primärkontakt) dick wird, sondern ein entferntes Körperteil? Gut, je nachdem, WIE süss jemand aussieht, kann es gut sein, dass sofort ein Körperteil grö… aber das geht auch wieder weg. Ich meine nachhaltige Zunahme durch optische Reize. Schwillt das Gehirn an? Oder zählt über Umwege erreichtes Muskelwachstum auch, weil man möchte, dass man bei der Süssen Chancen auf mehr hat als nur Gucken?

Die Alternative wären Light-Produkte. Künstliche Erweiterungen wie Push-Ups, Schminke, Extensions, Forming-Fummel zwecks Fummel-Forming und was es da noch alles gibt. Aber wie bei echten Lightprodukten… Gut, “echt” und “light” passt nicht. Ähnlich den Nahrungsmitteln mit Aufdruck “kalorienreduziert” (als Synonym für “geschmacklich grenzwertig”) ist “eye lighty” zuerst vielversprechend, aber im Abgang suboptimal. Bei einem Reduktionssandwich wird mir das nach einer Stunde klar, bei einem Reduktionsgirlie möglicherweise erst nach dem Aufwachen. Da hilft dann nur noch eine rosarote Zuckergussbrille. Optional mit verspiegelten Gläsern. Gegen innen.

Aktuell im Ohr: Starbucksjazz

Packungsbeilagen sind das wahre Böse

Abgelegt unter: Backblech | 19.03.2012 (20:14) |

Wer kennt es nicht: “Dies ist ein Arzneimittel. Lassen Sie sich von einer Fachperson beraten und lesen Sie die Packungsbeilage.” Meistens fangen damit die Probleme doch erst an! Aber eins nach dem andern. Viele Patienten trudeln schon mit einer kompletten Diagnose beim Hausarzt (oder im Krankenhaus) ein, denn zu jedem Wehwehchen und Auachen kann das Internet reichlich Auskunft geben. Besonders in einschlägigen Foren erhält der Suchende kompetente (MUAHAHA) und medizinisch fundierte Fernauskünfte, denn so läuft schliesslich auch die Untersuchung beim Arzt: Anhand vager und fehlerhafter Beschreibungen bekommt der geneigte Kranke ohne körperliche Nahbetrachtung oder Laborwerte genau gesagt, was er hat und was er zu tun hat. Mich wundert, dass trotz aller Besserpisser (Urologie), Herzkasper (Kardiologie) und Dörrbirnen (Psychiatrie) die Sterblichkeitsrate in internettisierten Ländern nicht explodiert ist.

Aber nochmals zu den Selbstdiagnostikern, die dann doch zum Arzt gehen. Es möge jeder einmal seinen eigenen Doktor fragen, ob jemals ein Selberbestimmer und Eigenverschlimmerer in die Praxis gekommen ist, der sich bloss mit einem Schnupfen oder einer Verspannung unwohl fühlte. Nein, nein. Da muss minimal ein Gehirntumor her oder eine laterale Subtissualruptur. Die abweichende Farbe der Zunge bedeutet nicht, dass man vorhin eine Tasse Kaffee getrunken hat, sondern eher, dass ein Parasit die Innereien auffrisst und man noch ungefähr 15 Stunden zu leben hat. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Bekommt der Patient aber nach allen Widrigkeiten am Ende doch etwas verschrieben, dann kommt es richtig schlimm. Lassen Ärzte und Apotheker absichtlich die Beipackzettel drin? Damit der Eigendiagnöser möglichst bald wieder kommt? Oder was genau soll ich mit der Information, dass mein Kopfschmerzmittel mir Magenkrämpfe, Pupillenerweiterungen oder Herzrasen verschafft? Kaufe ich mir dazu ein Mittelchen gegen Magenkrämpfe, erfahre ich dort, dass eine der Nebenwirkungen heftiges Kopfweh ist. Hätten Pillen Schwänze, sie würden sich selbst rein beissen. Ich hatte schon Kram, da stand auf dem Zettel “kann zu erhöhter Anfälligkeit für Suizidgedanken führen”. Ähm ja, danke. Oder wenn eine gewisse Disposition da ist, dann kann bei gleichzeitigem Einnehmen mit einer anderen Substanz ein Locked-In-Syndrom vorkommen. Man lebt, ist voll da, kann sich aber weder bewegen, noch artikulieren. Supi. Aber wenigstens renne ich da nicht zum Arzt und frage seltsame Sachen.

Aktuell im Ohr: Rammstein – Mein Land

Das hat sich gewaschen

Abgelegt unter: Backblech | 21.05.2011 (11:39) |

Erstaunlich, dass die Menschheit immer noch lebt. Abgesehen davon, dass sie sich seit Jahrtausenden gegenseitig auszurotten versucht, stehen ihr diese bösen Widrigkeiten der Umwelt im Weg. Heimtückisch, wie die sind, machen sie sich ganz klein und verstecken sich, damit man sie spürt, aber nicht sieht. Fast wie Fürze im Lift, nur noch etwas gemeiner. Viren. Bakterien. Bazillen. Die sind alle so wahnsinnig böse. Aber trotzdem leben wir noch. Wie kommt’s?
Vor langer, langer Zeit kam jemand darauf, dass die stinkende Kruste auf der Haut, die vorzüglich isolierte, mit Wasser entfernt werden kann. Im Nullkommanichts war der Mensch offen für Hautpflege, Hautkrebs und Hautihnschnellerum. Die spätere Gegenbewegung in höfischen Kreisen (mehr Parfum, weniger waschen) setzte sich nicht endgültig durch, obwohl einige Mitreisende in Bus oder Zug dieser Epoche noch immer zugetan scheinen.
Später aber entdeckte man wohl, dass Dreck auch krankmachen kann (nicht die Reality Soaps im TV) und dass in Bereichen mit höherem Personenaufkommen weniger Gestank keine so schlechte Sache ist. Die Idee, sich nach dem Gang zur Toilette auch noch die Hände zu waschen, hat sich leider bis heute noch nicht vollständig zum Trend ausgewachsen, obwohl der werbeträchtige Einsatz von Pandemien hier eine gewisse Verbesserung bewirkt hat. Nur: der Mensch lebte früher dreckig und stinkend, dann kam das Wasser und er lebte immer noch. Sauberer. Auf einmal entdeckte jemand die Seife, Wasser alleine war nicht gut und der Mensch lebte weiter. Noch sauberer. Irgendwann war herkömmliche Seife böse, denn man gab ja darüber Bakterien weiter, also kam die Flüssigseife aus dem Spender. Mensch lebt, etc. Jetzt läuft Werbung für einen berührungsfreien Seifenspender, denn schliesslich ist das Plastikteil, wo man drauf drückt, eine Bazillenschleuder. Tödlich. Bringt uns sofort um. Und wenn nicht das, dann das Handtuch. Dessen häufiges Waschen verschwendet aber Ressourcen und nutzt böses Waschmittel. Also werfen wir das Handtuch und verwenden Wegwerfpapiertücher, für deren Herstellung Wälder abgeholzt werden. Bringt uns auch um, ab langsamer. Oder auch nicht, schliesslich haben wir früher auch ohne das ganze Geschrubbe überlebt. Zurück zur Kruste. Harte Schale, weicher Kern. Möglicherweise ist die Menschheit aber einfach zu resistent, um sich durch Mikroorganismen ausrotten zu lassen. Menschen sind die wahren Kakerlaken, durch nichts tot zu kriegen. So lange wir jeden Tag unsere Hände waschen. Meine Seife heisst Unschuld.

Aktuell im Ohr: Theme from Warehouse 13

Och menno…

Abgelegt unter: Backblech | 11.11.2010 (9:28) |

Nur so nebenbei zur Info: Ich hab euch nicht vergessen. Nur hab ich dezent mein Studium unterschätzt und aktuell laufen die Vorbereitungen für eine erste Buchveröffentlichung (Klassenprojekt) und mein Diplomprojekt (erstes eigenes Buch) ist auch in Mache. Aber wenn wieder Luft da ist, dann werden auch wieder kayxe gebacken.

Aktuell im Ohr: Das Blubbern der Heizung

Sowas erfindet doch keiner

Abgelegt unter: Backblech | 29.05.2010 (9:56) |

In unserer Schulklasse für literarischen Nachwuchs lernen wir unter anderem, wie man glaubwürdige Geschichten entwickelt, bei denen sich der Leser nach Investition einiger Geldeinheiten nicht völlig verarscht vorkommt. Das macht Sinn. Nur ist das Leben so unfair und schickt Geschehnisse ins Rennen, bei denen wir Autoren mit Kopfschütteln bedacht würden, die aber beweisen, dass nichts so schräg ist, wie das Leben selbst. Beziehungsweise seine Einwohner. Bewiesen sei dies an zwei Beispielen aus dem Bereich “Nahrungsmittel”.

Beweisstück A, Käse: Am Flugplatz Bern Belp hat ein Käser einige Käselaibe durch den Gepäckscanner fahren lassen. Bei der Produktion ist ein kleines Metallteil in die Käsemasse gefallen und es ließ sich danach nicht feststellen, in welchem der Käse es gelandet ist. Beim Durchleuchten tauchte es auf und die restlichen Laibe konnten problemlos verkauft werden. Ideen braucht man.

Beweisstück B, Fleisch: In einem Restaurant in Norddeutschland tauchte während der Mittagszeit ein verärgerter Mann auf und ging auf Sammeltour. Er räumte sämtliches Fleisch aus den Kühlschränken, aus den Pfannen und am Ende von den Tellern der Gäste in der Gaststube. Mundraub in neuer Dimension. Das war nicht ein schräger Fetischist sondern der Fleischlieferant, der vom Wirt schon länger nicht bezahlt worden war, also holte er sich die Ware wieder. Wobei ich mich schon frage, was er mit einem halben Schnitzel anstellen will.

Aktuell im Ohr: David Guetta feat Kid Cudi – Memories

Sprich, Wort!

Abgelegt unter: Backblech | 26.05.2010 (12:57) |

Von wem stammt wohl der sinnige Satz “Liebe geht durch den Magen”? Es muss jedenfalls ein rechter Zyniker gewesen sein, denn was ist der Magen anderes als ein brutales Säurebad? Wir wissen, wie das schmeckt und aussieht, wenn wir nach intensiver Übergabe über der Schüssel hängen, weil wir wegen Liebeskummer … Aha! Vielleicht liegt da der Schlüssel zur Erkenntnis. Wenn es zurück kommt, dann war es nichts. Aber was kommt danach? Sieht Liebe im Darm tatsächlich besser aus? Ich meine: Nein. Was also will man uns damit sagen?

Vielleicht, dass wenn die Liebe nach allen Bissigkeiten, dem Gewürge, nach all der Säure, der Base und den Bakterien noch da ist, dann scheiss drauf, dann war es den Krampf wert. Ich gebe zu, ich zeichne nicht das schönste Bild, aber im Krieg und in der Liebe sei alles erlaubt, erklärt uns ein anderes geflügeltes Wort. Das ist such so was: “geflügeltes Wort”. Wo hat das seine Flügel her und warum? Hängt das mit den Götterboten zusammen, die auf geflügeltem Wege das unverständliche Wortgeschwalle ihrer Chefs überbrachten? Hermes kleine Käsefussschwingen, sag ich da nur. Also, Liebe und Krieg. Da fehlt mir allerdings die Genfer Liebeskonvention. Nicht dass sich jemand daran hielte, aber man könnte wenigstens gelegentlich erwähnen “Du Schatz, das Werfen mit Fonduegabeln ist gemäss Artikel …” ZZZING! “Und gemäss Paragraph sowieso ist die Verwendung der Bezeichnung SCHATZ amnestierend für alle folgenden Reaktionen!” Hm. Moment. Das ist Ehe, nicht Liebe. Wie dumm von mir.

Aktuell im Ohr: Das Klappern von Geschirr, das Plappern von Gewirr

Schnellschusskekse

Abgelegt unter: Backblech | 25.05.2010 (17:34) |

Man will ja diverseste Sachen ausprobieren. Von Twitter habe ich nur immer gelesen, aber irgendwo war es mir egal. Aber Meinungen können testhalber geändert werden und drum hab ich einen Account gebacken, für den Fall, dass ich zwar eine Idee habe, einen Satz, eine doofe Frage, aber mir dazu ums Verre… grade nichts weiter einfällt, lass ich das eben in der Kürze würzen und das kommt dann da … Moment, Hände gucken … RECHTS in der Seitenleiste. Da. DAHAAA! Nun guck doch! Ja, genau dort. Mal schauen, was das wird.

Nachtrag: Ist zwar fein, dass auf Twitter die Aktualisierungen anzeigen, aber dass die hier … also DA auch stehen … ich arbeite dran.

Aktuell im Ohr: Chipsknirschen (Kekse sind alle)

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